Thema

Vereinheitlichung der Buß- und Bettage

Thema Fortschritt

Im 19. Jahrhundert hatten sich unterschiedlche, regelmäßig gefeierte Buß- und Bettage herausgebildet. So konnte man 1878 in 28 deutschen Ländern insgesamt 47 Bußtage an 24 unterschiedlichen Tagen zählen. Eine landesweite Vereinheitlichung erfolgte erst während der Nazizeit 1934, als der Buß- und Bettag als gesetzlicher Feiertag im gesamten Deutschen Reich (immer 10 Tage vor dem 1. Advent) eingeführt wurde.
Auch nach dem Ende der Nazidiktatur wurde der Tag bebehalten. Man hatte dann ja auch Grund genug, Reue zu zeigen. Die Funktion dieses Feiertages wurde folgendermaßen umrissen:

a) Er ist ein Tag fürbittenden Eintretens der Kirche für die Schuld unseres Volkes vor Gott.

b) Am Bußtag soll die Kirche in besonderer Weise ihr Wächteramt den öffentlichen Sünden unserer Zeit gegenüber ausüben.

c) Der Bußtag ist ein Teil der Gewissensprüfung für den einzelnen vor Gott; denn auch der einzelne Christ hat für den Willen Gottes in seinem Volk zu wirken.

(RGG³ Bd.I, Sp.1540)

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