Thema

Verwendung von gespeicherten Musikstücken

Thema Fortschritt

Mögliche Rechte-Inhaber

  • Künstler
  • Agenturen (die die Rechte an Musikstücken erworben haben)

Meldung von YouTube bei geblocktem Video

Diese werden in Deutschland weitgehend von der GEMA vertreten.
Die GEMA hat bei vielen Internetnutzern den Ruf als scharfer Hund und sehr restriktive Musik-Verhinderungs-Institution. So zB versuchte die GEMA mehrere Wochen lange einigermaßen erfolgreich, die Veröffentichung des erfolgreichsten Musikvideos aller Zeiten in Deutschland zu verhindern. Daraufhin stellten diverse Online-Zeitungen fest, dass Deutschland der Staat mit der weltweit schärfsten Internet-Musikzensur sei.
Allerdings sieht es fast danach aus, als wären die vielen YouTube-Sperren bald Vergangenheit.

Wann muss man der GEMA etwas zahlen?

Musik wiedergeben

Die Vorstellung, dass man ein Lied einfach so singt oder spielt – ohne Rücksicht auf Verluste – ist nach Ansicht der GEMA schlicht absurd.

  • Dazu ein Informationsvideo der GEMA
  • Eine Tarifübersicht über zahlungspflichtige Veranstaltungsarten
  • Die GEMA-FAQ
  • Vergütungsfreie Musikveranstaltungen an Schulen sind unter Auflagen möglich.
    Darüber hinaus kann es individuelle Verträge von Schulen oder von Schulträgern mit der GEMA geben, in denen weitere Nutzungsreichte abgemacht wurden.
  • Mehr dazu in dieser PDF-Präsentation (Download) mit Beispielen aus dem Schulalltag.

Kopieren von Notenblättern

Für den kirchlichen Bereich sowie für allgemeinbildende Schulen existieren Rahmenverträge, die gewisse, eng umgrenzte Kopier-Aktionen erlauben:

Lehrer dürfen nur dann ohne ausdrückliche Genehmigung kopieren, wenn sie an einer allgemein bildenden Schule tätig sind und sie die Kopien ausschließlich für den unterrichtsgebrauch maximal in Klassenstärke herstellen. [>>Weblink]

In der Regel greift die GEMA nicht in das Unterrichtsgeschehen ein, obwohl sie den Schulunterricht nicht als Privatveranstaltung wertet. Sobald jedoch musikalische Aktionen (dh das Abspielen oder Aufführen von Musik) den Rahmen des Klassenunterrichts überschreiten, muss man sehr genau überprüfen, ob man nicht doch etwas zahlen muss.

Musik veröffentlichen

Wer Musikstücke (nicht nur für den Unterricht) im Internet veröffentlichen will – zB auf der eigenen Blog- oder Facebook-Seite, kann das tun, indem er/sie den entsprechenden Titel auf seiner Seite einbindet (“embedded”):

Bei facebook, google plus oder der aktuellen WordPress-Version genügt es, einfach den betreffenden Videolink (eines Musikvideos) von einem der großen Video- oder Musikportale (zB Soundcloud) anzugeben. Dann wird der Video automatisch in die Seite eingebettet.

Bei dieser Technik wird laut Urteil des Europäischen Gerichtshofes von 2014 keine Musik veröffentlicht, sondern lediglich ein Link auf eine bereits bestehende Veröffentlichung gesetzt.

Wer dagegen Musiktitel fremder Autoren als Video ins Netz hochlädt oder sonstwie auf einem eigenen Server speichert und danach veröffentlicht, begeht eine klare Urheberrechtsverletzung. Dasselbe gilt auch für das Hochladen bestehender Notenpartituren – selbst wenn man die Noten extra nochmal neu eingetippt hatte.

Auch wer Musik aus anderer Leute (Musik-)Videos herunterlädt und dann für ein eigenes Video verwendet, begeht eine Urheberrechtsverletzung.
Es sei denn natürlich, man hat sich die ausdrückliche Erlaubnis sowohl des Liedkomponisten und -autors(!) als auch des Sängers bzw der Sängerin eingeholt.
Dh, diese Anfrage genügt nicht:

copyright-fragen