Thema

Verwendung von Bildern

Thema Fortschritt

Mögliche Rechte-Inhaber

  • Künstler
  • Fotografen
  • Angehörige (die die Rechte bis 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers halten)
  • Agenturen oder Verlage (die die Rechte der Künstler erworben haben)

Sie können spezielle Abmahn-Anwaltskanzleien beauftragen, das Internet nach ihren Werken zu durchforsten. Dann kommt die Rechnung, zB > 500 € Gebühr und die Forderung, das Bild sofort aus dem Netz zu entfernen.

Mögliche Bild-Rechte

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Rider-Tarot-Karte: “Der Narr”

  1. Kommerziell:
    Die Verwendung bzw Veröffentlichung des betreffenden Bildes ist gebührenpflichtig. Man muss den Recheinhaber kontaktieren und eine Genehmigung aushandeln.
  2. Creative Commons lizensiert:
    Man darf das Bild kostenfrei verwenden, wenn man bestimmte Auflagen erfüllt. – Dies ist die derzeit übliche, kostenfreie Art, Bilder ins Netz zu stellen, ohne auf alle Ansprüche zu verzichten (und zu verhindern, dass jemand anders mit fremden Bildern Geld absahnt – s.u.: “Bilder selbst lizensieren”)
    Hier sieht man die Lizensbedingungen in einem grafischen Überblick.
  3. CC0: Public Domain:
    Public-Domain-Inhalte sind völlig frei benutzbar, dh, der Urheber hat auf alle Ansprüche zugunsten der Allgemeinheit verzichtet (oder ist mittlerweile seit über 70 Jahren tot – zB sind gerade alle kommerziellen Lizenzen auf die Rider-Tarotkartenbilder abgelaufen).
    Man sollte genau überlegen, bevor man ein Bild mit CC0 lizensiert, ob man auch wirklich alle Rechte am Bild besitzt!
    Es gibt einige Internet-Galeristen, die Public-Domain-Bilder zur weiteren Nutzung bereitstellen. Über diesen Link kannst du sie finden.

Wo kann man welche Bilder einsetzen / teilen?

Die Rechtlage bezüglich des Teilens von Bildern ist in Deutschland ziemlich unklar. Aber es gibt relativ verlässliche Grundregeln:

  • Im privaten Kreis (daheim zeigen oder mit einzelnen Bekannten, zB per WhatsApp teilen)
    Alles, was real bzw virtuell als “Wohnzimmer-Zusammenkunft” durchgeht, wird als “privat” betrachtet. Dies gilt auch für das nichtöffentliche Teilen von Bildern mit einzelnen Personen oder überschaubaren, abgeschlossenen Gruppen.
    In diesem Rahmen gelten keine rechtlichen Beschränkungen, da der Schutz der Privatsphäre Vorrang besitzt.
  • In der Schulklasse
    Ob eine Schulklasse etwas Privates oder etwas Öffentliches ist, darüber streiten sich die Juristen. Aber bisher wurde noch nie eine Lehrkraft belangt, die im Internet zugängliche Bilder ihrer Lerngruppe vorführte und dabei eine pädagogische Absicht glaubhaft machen konnte.
    Natürlich muss man sich auch in diesem Rahmen an die Vorgaben des Jugendschutzes halten und darf auch keine Bilder zeigen, die im Internet nur einer Bezahlcommunity zugänglich sind.
  • Bei einer Schulfeier / Gottesdienst
    Bei Schulfeiern, die nichtöffentlich sind – weil zB nur die SchülerInnen der eigenen Schule sowie das Lehrpersonal Zutritt besitzen -, gelten die gleichen Vorgaben wie oben. Wenn aber “Eltern, Verwandte und Bekannte” eingeladen wurden, oder bei einem Tag der offenen Tür, dann handelt es sich um eine Bild-Veröffentlichung, und es greifen ggf. die kommerziellen bzw Creative-Commons-Lizenzen.
  • Im Internet
    Wer Bildmaterial auf seiner öffentlich zugänglichen Facebook-, Blog- oder Webseite zugänglich macht, veröffentlicht diese Bilder. In diesem Fall müssen die Abbildungen lizenzrechtlich abgesichert sein (s.o.).
    Wer seine Facebookseite auf “privat” einstellt bzw seine Blog- oder Website nur bestimmten Personen zugänglich macht, kann auch urheberrechtlich geschützte Bilder anzeigen. Allerdings muss der- oder diejenige dafür sorgen, dass die betreffenden Bilder durch Suchmaschinen nicht gefunden werden können.
  • In einer Reliwerk-Gruppe
    rpi-virtuell stellt allen religionspädagogisch Interessierten eine Community-Plattform zur Verfügung, auf der sich öffentliche, private bzw geheime Gruppen bilden können.

    • In einer öffentlichen Gruppe werden die Vorgaben des Urheberrechts angewendet: Dh, man muss sich an die Lizenzbestimmungen halten.
    • In einer privaten bzw. verborgenen Gruppe gilt der Schutz der Privatsphäre, und auch urheberrechtlich geschütztes Material darf geteilt werden.
      Wenn allerdings solch eine Gruppe irgendwann mehrere Tausend Mitglieder bekommt, dann könnte es sein, dass der “Wohnzimmerschutz” nicht mehr gilt.

Bilder selbst lizensieren

Wenn man ein selbstgemachtes Bild ins Internet stellt und unsicher ist, wie man es lizensieren soll – und wie das alles funktioniert – dann hilft dieser Creative-Commons Lizensierungs-Automat. Der erzeugt einen HTML-Code, den man zum Bild ins Netz stellt. Damit ist die Sache geregelt.

Info-Video über Creative-Commons

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